Schilddrüsenerkrankungen können zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen, die den Stoffwechsel, die Herz-Kreislauf-Funktion und das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen. Die beiden häufigsten Störungen sind Hypothyreose (Unterfunktion) und Hyperthyreose (Überfunktion).
1. die Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse)
Bei einer Hypothyreose produziert die Schilddrüse nicht genügend T4- und T3-Hormone, was zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels führt. Diese Störung tritt häufiger bei Frauen auf, insbesondere bei Frauen über 60.
Die Symptome:
- Müdigkeit und Lethargie
- Gewichtszunahme, die trotz Diät oder Sport anhält
- Kälteempfindlichkeit
- Trockene Haut und Haarausfall
- Verstopfung
- Depressionen und Konzentrationsschwierigkeiten
- Langsamer Herzschlag
Ursache: Die häufigste Ursache ist eine Autoimmunerkrankung, wie die Hashimoto-Thyreoiditis, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift. Andere Ursachen können Jodmangel, die Entfernung der Schilddrüse, Nebenwirkungen bestimmter Medikamente oder eine Strahlentherapie sein.
Behandlung: Die Behandlung erfolgt in der Regel mit einem Schilddrüsenhormonersatz (Levothyroxin), der dazu beiträgt, den normalen Hormonspiegel wiederherzustellen und die Symptome zu lindern.
2. eine Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse)
Bei einer Hyperthyreose produziert die Schilddrüse zu viele Hormone, was zu einem beschleunigten Stoffwechsel führt. Auch diese Krankheit tritt häufiger bei Frauen auf und betrifft oft Menschen zwischen 20 und 40 Jahren.
Die Symptome:
- Schneller Herzschlag (Tachykardie) und Herzklopfen
- Gewichtsverlust trotz gesteigertem Appetit
- Nervosität, Ängstlichkeit und Reizbarkeit
- Muskelschwäche
- Schwitzen und Hitzeempfindlichkeit
- Tremor (Zittern)
- Schlafstörungen
- Diarrhöe
Ursachen: Die häufigste Ursache ist Morbus Basedow, eine Autoimmunerkrankung, die eine Überfunktion der Schilddrüse verursacht. Andere Ursachen sind Schilddrüsenentzündungen, die übermäßige Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. eine Überdosierung von Schilddrüsenhormonen) und Schilddrüsenknoten, die zu viel Hormon produzieren.
Behandlung: Die Behandlung kann die Einnahme von Medikamenten, die die Schilddrüsenfunktion hemmen, die Verwendung von radioaktivem Jod (das die Schilddrüsenzellen zerstört) oder eine Operation zur teilweisen oder vollständigen Entfernung der Schilddrüse umfassen.
3. knotige Schilddrüsen und Tumore
In der Schilddrüse können gutartige Knoten und, seltener, bösartige Tumore auftreten. Diese Knötchen bleiben manchmal unbemerkt, können aber eine übermäßige Hormonproduktion oder Druck auf den Hals verursachen.
Die Symptome:
- Tastbare Beule oder Schwellung im Nacken
- Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken (wenn der Klumpen Druck auf die Luftröhre oder Speiseröhre ausübt)
- Veränderungen der Stimme (Heiserkeit)
- Wenn der Knoten überaktiv ist, können auch Symptome einer Hyperthyreose auftreten
Ursache: Der Grund für die Entstehung von Knoten ist nicht immer bekannt, kann aber auf genetische Veranlagung, Jodmangel oder eine Autoimmunerkrankung zurückzuführen sein. Schilddrüsenkrebs ist weniger häufig, aber die Behandlung solcher Tumore ist wichtig, da eine frühzeitige Erkennung die Heilungschancen erhöht.
Behandlung: Die Behandlung hängt von der Größe, Art und Aktivität des Knotens ab. Sie kann Beobachtung, Medikamente, radioaktives Jod oder eine chirurgische Entfernung umfassen.
Zusammenfassung
Schilddrüsenerkrankungen können eine Vielzahl von Symptomen verursachen, die die Lebensqualität beeinträchtigen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um schwerwiegendere Komplikationen zu verhindern. Wenn Sie eines der oben genannten Symptome bei sich feststellen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Schilddrüsenerkrankung durch entsprechende Tests abklären zu lassen und ggf. eine Behandlung einzuleiten.



